OT: Being a Geek

Langsam gewöhne ich mich an die Vaterrolle mit allen Zeiteinschränkungen und dem ganzen anderen Rest. Es wird demnächst wieder ein paar längere Beiträge geben. Aber hier erstmal ein weises Zitat von Simon Pegg bezüglich des Geekseins.

20120419 simonpegg geek OT: Being a Geek

In diesem Sinne: Schön sich selbst treu bleiben. icon smile OT: Being a Geek

Linux: “time”-Ausgabe in Datei umleiten

Das time-Kommando in Linux ist sehr praktisch. Will man schauen, wie lange so ein Befehl oder eine Kette von Befehlen dauert, stellt man das Kommando vorne an und bekommt eine feine Zeitzusammenfassung im Stile von

real    0m29.881s
user    0m4.360s
sys     0m0.960s

Doch will man diese Ausgabe in eine Datei umleiten, wird es etwas kompliziert. Denn es gibt zwei Versionen von time. Die GNU Version von time hat für die Ausgabe in eine Datei den Parameter -o und für den Anhang an eine Datei zusätzlich noch -a. Diese Version wird normalerweise über den kompletten Pfad aufgerufen, warum erkläre ich gleich.

/usr/bin/time -a -o /tmp/logfile time ls -lA /etc/

Die Shell Version von time ist allerdings deutlich schmaler und weniger mächtig. Um diese Version dazu zu bewegen, in eine Datei zu schreiben, reicht es nicht, wie gewohnt den Output umzulenken.

time cp /etc/foo.bar /tmp/foo.bar.tmp >/tmp/foobar.log 2>&1

Die obige Zeile wird euch lediglich die ausgabe des cp-Befehls in die Datei schreiben. Um auch den time Befehl mitzuloggen, müsst ihr das komplette Konstrukt klammern.

(time cp /etc/foo.bar /tmp/foo.bar.tmp) >/tmp/foobar.log 2>&1

Damit klappt dann auch das Logging mit dem Shell time.

 

Wget: In andere Verzeichniss laden

Damit ich es mir endlich merken kann und nie wieder eine riesige VM ins Rootverzeichnis kopiere:

Um eine einzelne Datei mit wget in ein anderes Verzeichnis zu laden nutzt man am Besten den -O Parameter.

wget -O /gewunschter/dateipfad/und-name.tar.gz http://url-zur-datei.de/datei.tar.gz

Um mehrere Dateien in ein bestimmtes Verzeichnis zu laden, sollte der –directory-prefix Parameter benutzt werden.

wget --directory-prefix=/gewunschter/dateipfad/ ftp://user:passwort@ftp-server:/pfad/*

Ich zitiere aus der wget Manpage:

`–directory-prefix=prefix’
Set directory prefix to prefix. The directory prefix is the directory where all other files and subdirectories will be saved to, i.e. the top of the retrieval tree. The default is `.’ (the current directory).

 

Lenovo Thinkpad E325: FN-Tasten zu F-Tasten ändern

Ein sehr kurzer Beitrag, weil ich diese Funktion irgendwie übersehen hatte. Meine Frau und ich sind stolze Besitzer eines Lenovo E325 Subnotebooks. Ein rundum zufriedenstellendes Gerät, abgesehen von der abartigen Idee Lenovos, die Funktionstasten F1 bis F12 durch “Mediatasten zu ersetzen und die F-Tasten erst über die Kombination von der FN-Taste mit der entsprechenden F-Taste nutzbar zu machen.

2012 02 24 thinkpad e325 fn tasten 1024x252 Lenovo Thinkpad E325: FN Tasten zu F Tasten ändern

Ich hatte zwar schonmal im Bios gesucht, aber offenbar mit Scheuklappen. Heute habe ich – eigentlich wegen eines ganz anderen Problems – nochmal im Bios geschaut und bin dabei im Config-Menü über den vielversprechenden (und offensichtlichen) Punkt Keyboard gestoßen. Für Laien werde ich das etwas ausführlicher machen.

  1. Thinkpad E325 starten. Wenn das Thinkpad-Logo erscheint, Enter (die Eingabetaste) drücken und dort via FN+F1, also einem F1-Druck auf einer normal eingestellten Tastatur, ins Bios wechseln.
  2. Dort mit den Pfeiltasten in das Config-Menü navigieren und wieder mit Enter in die Untermenüs wechseln.
  3. Den Punkt Keyboard mit Enter auswählen
  4. Hier gibt es drei Einstellungen:
    • FN and Ctrl Key swap: Die Fn- und die Strg-Taste tauschen. Dies ist vor Allem für Zocker interessant, die immer die FN- anstatt der Strg-Taste drücken.
    • Change to “F1-F12 keys”: Das ist unser Punkt der Begierde. Schaltet man diesen auf Legacy um, werden die F-Tasten normal ansprechbar und die Mediatasten über den gleichzeitigen Druck auf Fn.
    • Fn Key Lock: Damit kann man einstellen, ob die FN-Taste “einrasten” soll, also ob man die Fn-Taste einmal drücken kann und danach den entsprechenden Knopf oder ob man sie gedrückt halten muss.
  5. Nachdem ihr eure Änderung durchgeführt habt, sichert ihr mit FN+F10 die Einstellung und verlasst gleichzeitig das BIOS.

Ab nun sind eure F-Tasten wieder wie gewohnt nutzbar.

 

Linux Mint: “Unlock Private Key”-Meldung abschalten

Ich gebe zu, an diesem Problem bin ich etwas verzweifelt. Nachdem ich einen SSH-Key auf meinem normalen Rechner mit ssh-keygen erzeugt hatte, und diesen mit ssh-copy-id auf meinen Testserver kopiert hatte, kam beim Versuch des Logins immer diese seltsame Meldung

2012 02 29 gnome keyring 1 300x119 Linux Mint: Unlock Private Key Meldung abschalten

Ich bin die Linux Desktops nicht gewohnt, ich arbeite in der Regel auf der Shell. Was zur Hölle war das? Enter Password to unlock the private key? Da der Key nur in meinem Heimnetzwerk benutzt wird, hatte der verständlicherweise kein Passwort. Egal was ich in diesem Dialog eingab – ob nichts, mein Passwort, mein Root-Passwort, nichts wurde angenommen. Im Internet wurde ich nur teilweise fündig, eine Lösung konnte ich nicht finden.

2012 02 29 gnome keyring 2 150x123 Linux Mint: Unlock Private Key Meldung abschaltenOffenbar hängt diese Meldung mit dem Gnome-Keyring zusammen. Der speichert und sichert (?) Passwörter und private Keys. Vielleicht eine gute Idee, für micht ist das Konzept aber nicht gewinnbringend. Deswegen ist mein Lösungsvorschlag für dieses Problem auch trivial: Den Gnome-Keyring deinstallieren. Entweder über den Software Manager oder über die Shell mithilfe von apt-get.

sudo apt-get remove gnome-keyring

Danach konnte ich mich endlich ungestört in den Server einloggen.